Glossar
Verbundsicherheitsglas (VSG)
Verbundsicherheitsglas besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch eine reißfeste Zwischenschicht dauerhaft miteinander verbunden sind. Bricht das Glas, hält diese Schicht die Splitter zusammen, sodass keine scharfkantigen Teile herausfallen. Eine nachträglich aufgebrachte Splitterschutzfolie erzielt eine vergleichbare Wirkung: Die Scheibe splittert, bleibt aber im Rahmen. Baurechtlich bleibt sie dabei jedoch normales Glas mit Folie und wird nicht zu VSG im Sinne der Norm.
Wir rüsten Ihre bestehenden Scheiben mit Sicherheitsfolie auf, damit das Glas bei einem Bruch nicht splittert und keine Verletzungen verursacht.
EN 12600 — Pendelschlagversuch
EN 12600 beschreibt ein Prüfverfahren, bei dem ein Pendel mit definiertem Gewicht aus festgelegter Höhe gegen eine Glasscheibe schlägt. Aus dem Bruchverhalten ergibt sich eine Klassifizierung wie 1B1, die angibt, welcher Fallhöhe die Scheibe standgehalten hat und wie sie bricht. In Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden wird eine solche Einstufung häufig verlangt. Für die nachträgliche Sicherung bestehender Flächen setzen wir unsere Splitterschutzfolie ein.
Nach unserer Montage ist Ihr normales Glas offiziell nach dieser Norm geprüft und schützt Sie wirksam vor Splitterverletzungen.
Durchwurfhemmung
Durchwurfhemmung bezeichnet den Widerstand einer Verglasung gegen Gegenstände, die dagegen geworfen werden. Geprüft wird nach EN 356: Eine Stahlkugel fällt aus definierter Höhe mehrfach auf die Scheibe, woraus sich eine Klasse von P1A bis P4A ergibt. Nicht zu verwechseln mit der Durchbruchhemmung — dort wird mit einer Axt geprüft, die Klassen heißen P6B bis P8B. Unsere Sicherheitsfolie zielt auf die Durchwurfhemmung: Sie soll den Einbrecher aufhalten, nicht das Glas unzerstörbar machen.
Unsere montierten Sicherheitsfolien verhindern, dass Einbrecher Ihre Scheiben mit Steinen oder schweren Gegenständen schnell durchschlagen können.
Widerstandsklassen nach EN 356 (P1A bis P4A)
EN 356 klassifiziert, wie gut eine Verglasung einem manuellen Angriff standhält. Die Norm kennt zwei Gruppen, die sich im Prüfverfahren unterscheiden.
Die A-Klassen P1A bis P4A prüfen die Durchwurfhemmung: Eine Stahlkugel fällt aus definierter Höhe mehrfach auf die Scheibe. Je höher die Ziffer, desto größer die Fallhöhe und desto größer der Widerstand. P1A hält einen Wurf mit einem Stein oder Pflasterstein auf — genug, um den typischen Blitzeinbruch zu verhindern, bei dem es auf Sekunden ankommt. P3A und P4A halten dem Aufprall deutlich schwererer Gegenstände stand.
Für den Schutz vor Explosionsdruck gilt eine eigene Norm, EN 13541 mit der Klasse ER1. Sie ist nicht Teil von EN 356.
Welche Klasse für ein Objekt sinnvoll ist, hängt von der Gefährdungslage ab — dazu beraten wir im Zusammenhang mit unserer Sicherheitsfolie.
g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad)
Der g-Wert gibt an, welcher Anteil der auftreffenden Sonnenenergie durch eine Verglasung nach innen gelangt. Angegeben wird er als Zahl zwischen 0 und 1 oder in Prozent: Ein g-Wert von 0,5 bedeutet, dass die Hälfte der Sonnenenergie in den Raum kommt. Je niedriger der Wert, desto stärker der Hitzeschutz. Eine Sonnenschutzfolie senkt den g-Wert der vorhandenen Verglasung, ohne dass die Scheibe getauscht werden muss.
Unsere Sonnenschutzfolien senken diesen Wert spürbar: Die Sommerhitze bleibt draußen und Ihre Räume angenehm kühl.
Lichttransmission (TL)
Die Lichttransmission gibt an, wie viel des sichtbaren Tageslichts durch eine Verglasung dringt — angegeben in Prozent. Ein Wert von 70 % bedeutet, dass sieben Zehntel des Lichts im Raum ankommen. Bei Sonnenschutzfolien gilt die Faustregel: Je dunkler die Tönung, desto niedriger die Lichttransmission und desto höher der Hitzeschutz. Welche Abstufung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Ausrichtung und Nutzung des Raumes ab.
Dieser Wert zeigt, wie viel Tageslicht durchgelassen wird: Unsere Folien blockieren Hitze oder Blicke, halten Ihre Räume aber natürlich hell.
Blendschutz und ASR A3.4
Blendung entsteht, wenn direktes Sonnenlicht oder starke Reflexionen das Sehen erschweren. Die Arbeitsstättenregel ASR A3.4 konkretisiert die Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsplätzen und verlangt, dass Beschäftigte vor Blendung durch Sonneneinstrahlung geschützt werden. An Bildschirmarbeitsplätzen ist das besonders relevant. Getönte oder verspiegelte Sonnenschutzfolien reduzieren die Blendung dauerhaft, ohne den Raum zu verdunkeln wie ein geschlossenes Rollo.
Wir montieren Hochleistungsfolien auf Ihre Fenster, die Hitze spürbar reduzieren, Energiekosten senken und das Raumklima sofort verbessern.
Anti-Vandalismus-Folie
Eine Anti-Vandalismus-Folie ist eine transparente Schutzschicht auf Glas oder anderen glatten Oberflächen, die den eigentlichen Untergrund vor Beschädigung bewahrt. Wird sie zerkratzt oder besprüht, tauscht man nur die Folie aus — nicht die Scheibe. Das ist der Grundgedanke unserer Anti-Vandalismus-Folie: Ein Folienwechsel kostet einen Bruchteil einer neuen Schaufensterscheibe und ist in wenigen Stunden erledigt.
Diese Folie fängt Graffiti und Kratzer ab: Bei Beschädigung tauschen wir nur die günstige Folie – Ihre Scheibe bleibt wie neu.
Scratching
Scratching bezeichnet eine Form von Vandalismus, bei der Schriftzüge oder Muster in Glasoberflächen geritzt werden — mit Messern, Steinen oder Spezialwerkzeug. Anders als Farbgraffiti lässt sich Scratching nicht abwaschen; beschädigtes Glas muss ersetzt werden. Betroffen sind vor allem Schaufenster, Haltestellen und Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs. Eine Anti-Vandalismus-Folie nimmt die Kratzer auf und wird anschließend ausgetauscht.
Unsere robusten Anti-Vandalismus-Folien fangen Kratzer ab und ersparen Ihnen den teuren Austausch der gesamten Glasscheibe.
Plotten und geplottete Folien
Plotten bezeichnet das maschinelle Ausschneiden von Formen, Schriftzügen oder Mustern aus einer Folie. Ein Schneideplotter fährt die Konturen mit einem feinen Messer nach, überschüssiges Material wird entfernt. So entstehen individuelle Motive, Logos oder Streifen für Glasflächen — etwa für Sichtschutz mit Gestaltungsanspruch oder Firmenbeschriftungen. Auch Digitaldruck auf Folie gehört in diesen Bereich, siehe Spezialfolien.
Wir schneiden Logos oder Sichtschutz-Muster exakt aus Spezialfolien zu und montieren sie absolut blasenfrei auf Ihr Glas.
UV-Transmission
Die UV-Transmission gibt an, welcher Anteil der ultravioletten Strahlung durch eine Verglasung dringt. UV-Strahlung ist der Hauptgrund dafür, dass Textilien, Möbel, Bodenbeläge und Waren ausbleichen — sichtbar etwa an Schaufensterauslagen oder Museumsexponaten. Eine UV-Schutzfolie blockt einen Großteil dieser Strahlung und verlängert damit die Lebensdauer der geschützten Gegenstände erheblich.
Unsere UV-Schutzfolien blockieren nach der Montage bis zu 99% der Strahlung und schützen Ihre Möbel vor dem Ausbleichen.
Lichtband und Lichtkuppel
Lichtbänder und Lichtkuppeln sind Verglasungen im Dach, die Tageslicht in Hallen und Innenräume bringen. Ein Lichtband verläuft als durchgehendes, längliches Element über die Dachfläche, eine Lichtkuppel ist ein einzelnes, meist gewölbtes Bauteil. Beide bestehen häufig nicht aus Glas, sondern aus Polycarbonat oder Acryl — was bei der Folienwahl entscheidend ist, weil sich diese Werkstoffe anders verhalten als Flachglas. Durch die nahezu waagerechte Einbaulage trifft die Sonne im Sommer fast senkrecht auf, was die Räume darunter stark aufheizt. Eine Lichtband- und Lichtkuppelfolie reduziert diesen Wärmeeintrag, ohne das Tageslicht wesentlich einzuschränken.